Künftig unregierbar? Was das Ergebnis der Bundestagswahl für Sachsen-Anhalt bedeutet

Shownotes

Die Bundestagswahl färbte Sachsen-Anhalt blau: Die AfD gewann am 23. Februar alle acht Direktmandate und wurde auch bei den Zweitstimmen mit Abstand die stärkste Kraft. Die CDU lag weit abgeschlagen auf Rang zwei, die SPD verlor ganze 14 Prozentpunkte. Als "erdrutschartigen Sieg" der AfD beschreibt Magdeburg-Korrespondent Hagen Eichler dieses Ergebnis. Am Wahlabend sei er erst bei der Veranstaltung von CDU-Spitzenkandidat Sepp Müller gewesen, wo die Stimmung immer gedrückter wurde. Ganz anders bei der Wahlparty der Wittenberger AfD, die mit dem bisher nur kommunalpolitisch in Erscheinung getretenen Volker Scheurell das Direktmandat von Sepp Müller übernehmen konnten. "Dort war natürlich ausgelassene Stimmung", so Eichler.

Aufgrund des herausragenden Abschneidens liebäugelt die AfD bereits mit einer Regierungsbeteiligung in Sachsen-Anhalt. Hier wird 2026 ein neuer Landtag gewählt. Wie Magdeburg-Korrespondent Jan Schumann im Podcast berichtet, hält AfD-Landesvorsitzender Martin Reichardt es sogar für möglich, dass das Bundestagswahl-Ergebnis noch ausgebaut wird. "Er spricht von 40 plus X Prozent", so Schumann. Ziel der AfD: Eine absolute Mehrheit, da derzeit keine der im Landtag vertretenen Parteien mit der Alternative koalieren will.

Allerdings: Im Podcast wird auch deutlich, dass es für den Fall, dass es mit einer Alleinregierung nicht klappt, weitere Optionen gibt.

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